SoVD - Sozialverband Deutschland e.V. - Startseite

Zahl der Geringverdiener steigt

27.08.2008

Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist der Reallohn der Geringverdiener in Deutschland um fast 14 Prozent gesunken. Dies haben Forscher des Instituts Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg in einer aktuellen Studie festgestellt. Zu den Geringverdienern zählen dabei alle Beschäftigten, die in Westdeutschland für einen Bruttostundenlohn von unter 9,61 Euro und in Ostdeutschland von unter 6,81 Euro arbeiten.

 

Der Studie zufolge ist die schlecht bezahlte Arbeit jedoch kein Problem von ungelernten Arbeitskräften: Über 67 Prozent der Geringverdiener besitzen eine abgeschlossene Berufsausbildung, nur etwa 25 Prozent haben keine Ausbildung. Im Gegensatz dazu stieg das Realeinkommen der Besserverdienenden im gleichen Zeitraum um 3,5 Prozent. Als besserverdienend gelten die Arbeitnehmer, deren Bruttostundenlohn 21,20 Euro übersteigt. Laut der Studie, die von der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht wird, klafft die Lohnschere zwischen niedrigen und hohen Einkommen seit 1995 in Deutschland immer weiter auseinander.

 

 

 

 

 




>> Zum Seitenanfang