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Dichte der Arztpraxen steigt – allerdings regional ungleich verteilt

10.10.2008

Ein Arzt betreut im Bundesdurchschnitt immer weniger Einwohner in seiner Praxis. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Statistik zur Arztdichte, die kürzlich von der Bundesregierung vorgestellt wurde. Während 1999 noch 692 Einwohner von einem Mediziner versorgt wurden, waren es 2007 nur noch 647 Patienten. Die Statistik vernachlässigt jedoch die regional ungleiche Verteilung der Arztpraxen.

Der SoVD Niedersachsen hatte bereits im Juni dieses Jahres den fehlenden Nachwuchs bei Allgemeinmedizinern und die zurückgehende hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum kritisiert. „Wenn die Hausarztzahl weiter sinkt, hat das für ältere, sozial benachteiligte und nicht mobile Menschen äußerst negative Folgen. Die weiten Wege und höheren Arztkosten könnten letztendlich dazu führen, dass diese Menschen sogar auf Arztbesuche verzichten. Das darf man keinesfalls unterschätzen“, erklärt SoVD-Landesvorsitzender Adolf Bauer. Nach Auffassung des SoVD-Landesverbandes wäre es richtig, Anreize für die Ansiedlung von Allgemeinmedizinern in strukturschwachen Gebieten zu schaffen – finanzieller Art.






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