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Neue Einstufung soll Pflege verbessern

02.02.2009

Zukünftig soll die Pflegebedürftigkeit am Grad der Selbstständigkeit bemessen werden. Bislang wurde der Pflegebedarf nach dem Zeitaufwand berechnet, den das Pflegepersonal benötigt, um Patienten zu helfen. Für den neuen Begriff der Pflegebedürftigkeit sollen unter anderem die Mobilität, die kommunikativen Fähigkeiten, die Verhaltensweisen und auch die Fähigkeit zur Nahrungsaufnahme berücksichtigt werden. Die bisherigen drei Pflegestufen werden dabei durch fünf sogenannte Bedarfsgrade ersetzt. Dies soll vor allem Demenzkranken zu einer besseren Betreuung verhelfen.

Diese Vorschläge gehen auf das Gutachten einer Expertengruppe zurück, die bereits 2006 von der Bundesregierung eingesetzt wurde. Ihr gehören Pflege- und Gesundheitsexperten, Pflegekassen, Arbeitgeber und Gewerkschaften an. Noch vor der Bundestagswahl im September dieses Jahres soll diese Reform verabschiedet und bis spätestens 2010 von der nächsten Bundesregierung umgesetzt werden.

Beim geplanten Übergang soll kein pflegebedürftiger Patient schlechter gestellt werden als heute. Das neue Verfahren, das von der Universität Bielefeld und dem Medizinischen Dienst Westfalen-Lippe entwickelt wurde, ist 2008 bereits praktisch getestet worden.




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