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Rente: Versorgungsausgleich wird neu geregelt

07.05.2009

Ab September wird der Versorgungsausgleich neu geregelt. Ob also ein Scheidungsantrag jetzt oder erst nach diesem Zeitpunkt eingereicht wird, kann sich deutlich auf die Höhe der späteren Rente auswirken. Das teilte jetzt die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover mit. Die wichtigste Neuerung: Die während der Ehe aus verschiedenen Versorgungssystemen erworbenen Rentenansprüche werden bereits bei der Scheidung gleichmäßig aufgeteilt.

Das gilt sowohl für die gesetzliche Rente als auch für Ansprüche aus der Beamtenpension und der betrieblichen und privaten Altersversorgung. Somit erhält der ausgleichsberechtigte Partner – in den meisten Fällen die Frau – einen eigenen Versorgungsanspruch.

Bislang bekommt ein Rentner bei einer Scheidung so lange seine volle gesetzliche Rente ausgezahlt, bis auch der geschiedene, jüngere Ehepartner Rentenleistungen bezieht. Erst dann wird sein Betrag gekürzt. Dieses Vorgehen entfällt ab September, die Rente wird sofort mit der Scheidung gemindert. Bisherige Härtefallregelungen werden mit der Neuregelung jedoch großzügiger gehandhabt. So bekommt ein geschiedener Rentner die vollen Bezüge, wenn der begünstigte Ex-Partner verstorben ist und maximal 36 Monate Rente erhalten hat.

Eine entsprechende Informationsbroschüre zu dem Thema ist auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover abrufbar.




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