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Ein-Euro-Jobs verdrängen Arbeitsplätze

02.06.2009

Nach eigener Aussage verdrängt nahezu jeder zweite Ein-Euro-Jobber mit seiner Tätigkeit einen regulären Arbeitsplatz. Dies ergab eine noch unveröffentlichte Studie im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit. Dabei gaben 45 Prozent der Befragten an, die gleiche Beschäftigung auszuüben wie festangestellte Kollegen. Jeder Vierte sagte sogar, für seine Tätigkeit sei eine abgeschlossene Ausbildung notwendig.

Anders als bisherige Erhebungen beruht die Studie auf direkten Befragungen der Betroffenen und nicht auf Angaben der beteiligten Unternehmen oder allgemeinen Statistiken. So hat sich der Untersuchung zufolge nicht die Hoffnung erfüllt, Ein-Euro-Jobbern könne die Tür zum regulären Arbeitsmarkt geöffnet werden. Zwei Drittel der Befragten waren der Meinung, durch das Beschäftigungsprogramm keine Verbesserung ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erreichen.

Dies deckt sich mit Erkenntnissen des Bundesrechnungshofes, der das Instrument in einem Prüfbericht bei drei von vier Hilfebedürftigen als wirkungslos beschreibt. Und auch der Bundesrechnungshof kommt zu dem Schluss, dass Ein-Euro-Jobs reguläre Arbeitsplätze verdrängen: So werden der Behörde zufolge Ein-Euro-Jobber statt ausgebildeter Kräfte in der Pflege eingesetzt und treten an die Stelle von ausgebildeten Hausmeistern oder Bauarbeitern.





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