Sprungmarken

SoVD-Bezirksverband Mittelfranken

Sie befinden sich hier: Sozialverband Deutschland e.V.


SoVD - Sozialverband Deutschland e.V. - Startseite

100 Jahre Sozialverband Deutschland e.V., ehemals Reichsbund

100 ist eine stolze Zahl und 100 ist ein stolzes Alter für eine Organisation, die sich der Sozialarbeit verschrieben hat.

Bei uns werden keine Tore geschossen, keine Gewichte gestemmt, es wird nicht geturnt und nicht um die Wette gerannt. Wir singen auch nur ausnahmsweise, und wenn, dann nur zum Spaß – ja, was machen wir denn eigentlich?

Dazu brauchen wir einen Blick zurück:

1917 wurde der Reichsbund in Berlin als Bund der Kriegs-teilnehmer und Kriegsbeschädigten als eine Reaktion auf die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des 1. Weltkrieges gegründet.

Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit und vor allem die körperlichen Schäden der Menschen waren nicht länger vereinzelte Erscheinungen, sie wurden erstmals und ganz massiv zum Schicksal für Tausende, Abertausende und Millionen.

Die Gründungsväter dieses Bundes verdienen noch heute unseren Respekt, weil sie aktiv für ihre Mitmenschen etwas bewegen und erreichen wollten und weil Sie dafür etwas taten.

Der Mai 1933 brachte wie vielen anderen Verbänden, Vereinen und Organisationen das Ende der bisherigen Strukturen und auch das Ende des alten Reichsbunds, aber bereits im November 1946 erfolgte in Hamburg die Wiedergründung. Wegen der Vorbehalte der amerikanischen Besatzungsmacht war dies allerdings in Bayern erst 1949 möglich.

Zurück in die Gegenwart angekommen und zurück zur eingangs gestellten Frage: Was machen wir denn eigentlich?

Neben der Rechtsberatung und Rechtsvertretung in den Fragen des Sozialrechts und vorteilhaften Versicherungsschutz für unsere Mitglieder sind wir die Lobby und die sozialpolitische Interessenvertretung für unsere Zielgruppe, die wir früher noch im vollständigen Namen aufzählten: Kriegs- und Wehrdienst-opfer, Behinderte, Sozialrentner und Hinterbliebene. Diese Aufzählung allein zeigt, daß wir uns an diejenigen wenden, die vom Leben nicht gerade bevorzugt behandelt werden.

Wir sind offen für jedermann, unabhängig von Hautfarbe, Nationalität und Religion. In der täglichen Arbeit merken wir sehr wohl, daß die leeren Kassen bei Bund, Länder und Gemeinden zu Kürzungen und Abstrichen im sozialen Bereich führen und versuchen hier mit unseren Angeboten ausgleichend zu wirken.

Wir kämpfen gegen die soziale Kälte in unserer Gesellschaft und wir setzen uns dafür ein, daß Bedürftige und Behinderte nicht abgesondert, alte Menschen nicht beiseite geschoben und sozial Schwache nicht abgedrängt werden. Wir wollen den Alleingebliebenen und Alleingelassenen Familie sein und wir setzen uns dafür ein, daß jeder Einzelne, auch im Alters- oder Pflegeheim, ein angemessenes und würdiges Leben führen kann.

100 Jahre SoVD heißt auch 100 Jahre soziale und sozialpolitische Basisarbeit. Und es heißt vor allem 100 Jahre Hilfe für die sozial Schwachen. Waren es früher die Kriegsversehrten, die Kriegerwitwen und die Heimkehrer, so sind es heute die Alleinstehenden, die Einsamen, die Behinderten und diejenigen, die mit Ihrer Sozialrente sparsam haushalten müssen.

In unseren Ortsverbänden bieten wir Hilfe und persönliche Betreuung, Veranstaltungen mit Informationen und zur Geselligkeit, wir organisieren preiswerte Ausflüge und Reisen.

Wie sieht nun die Zukunft aus?

Wir werden auch künftig unser Angebote in den Ortsverbänden für unsere Mitglieder und Freunde bereithalten, wir werden auch künftig informieren und unterhalten und wir werden auch künftig das Sprachrohr für die sozial Schwachen und Bedürftigen sein.

Für diese Aufgaben und dafür, daß die berechtigten Forderungen unserer Mitglieder in der Politik Gehör finden, ist es notwendig, daß der SoVD noch stärker wird, um diesen Ansprüchen den notwendigen Nachdruck zu verleihen. Deshalb die Aufforderung und Bitte an Sie: werden Sie Mitglied und helfen Sie damit auch Ihre Rechte zu sichern.

Gerd Reinhardt





Service Navigation:


>> Zum Seitenanfang