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Pressemitteilung vom 16. April 2019

Hannover

SoVD: Auch Heilerziehungspfleger müssen vom Schulgeld befreit werden

Bislang mussten diejenigen, die Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten oder Podologen werden wollten, ihre Ausbildung selbst bezahlen. Für viele bedeutete dies Kosten von bis zu 400 Euro monatlich. Eine Richtlinie der Landesregierung sieht jetzt vor, das Schulgeld abzuschaffen. Dem Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen geht das allerdings nicht weit genug. Er fordert auch die Schulgeldfreiheit für Heilerziehungspfleger.

Nachdem das Schulgeld für Auszubildende in der Altenpflege bereits 2014 abgeschafft wurde, müssen angehende Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Podologen laut einer Richtlinie der Landesregierung ab dem 1. August 2019 ihre Ausbildung ebenfalls nicht mehr aus eigener Tasche bezahlen. „In Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein richtiger und vor allem wichtiger Schritt“, sagt Adolf Bauer, SoVD-Landesvorsitzender in Niedersachsen. Ein Wertmutstropfen sei allerdings, dass nur diejenigen befreit würden, die jetzt ihre Ausbildung beginnen. „An diesem Punkt sollte die Regierung – trotz haushalterischer Bedenken – nochmal nachbessern“, fordert Bauer.

Beim Thema Schulgeldfreiheit dürfen aus Sicht des SoVD außerdem die Heilerziehungspfleger nicht weiter außen vor gelassen werden. Sie sind Fachkräfte für Teilhabe, Bildung und Pflege und begleiten Menschen mit Behinderung, die besondere Unterstützung benötigen – zum Beispiel als Integrationshelfer an Regelschulen, in der Frühförderung oder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

„Insbesondere beim Thema Inklusion wird immer wieder deutlich, dass in den Schulen entsprechend ausgebildetes Personal fehlt. Deshalb sollte die Landesregierung alles tun, um Nachwuchs zu finden“, so der SoVD-Chef. Das Schulgeld auch in diesem Bereich abzuschaffen, wäre eine erste Maßnahme.




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