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In GedenkenWir erinnern an das ehemalige „Judenhaus“ in der Herschelstraße 31

Zeitzeugin Ruth Gröne schildert ihre Erlebnisse

Die 1933 in Hannover geborene Ruth Gröne hat als Kind die Ausgrenzung und Entrechtung von Jüdinnen und Juden selbst erfahren müssen. Von Oktober 1941 bis Oktober 1943 musste sie mit ihren Eltern im ehemaligen „Judenhaus“ in der Herschelstraße 31 wohnen – auf demselben Grundstück, auf dem sich seit 1957 die Geschäftsstelle des SoVD-Landesverbands Niedersachsen befindet.

Auswirkungen der „Aktion Lauterbacher“ auf die Familie Kleeberg

Ruth Grönes Eltern, Maria und Erich Kleeberg, galten unter dem Regime der Nationalsozialisten als sogenannte „nicht privilegierte Mischehe“. Ruths Vater war Jude und die christliche Mutter wechselte mit der Heirat zum jüdischen Glauben. Die Familie Kleeberg war daher von der „Aktion Lauterbacher“ in Hannover betroffen: Anfang September 1941 mussten rund 1.200 Menschen jüdischen Glaubens ihre Wohnungen verlassen und buchstäblich von heute auf morgen in sogenannte „Judenhäuser“ ziehen. Dort wohnten sie oft beengt, unter widrigen Bedingungen und verloren ihre Privatsphäre und jeden Rückzugsraum vor Diskriminierung. Sie waren zudem der Überwachung, Kontrolle und Gewalt durch die Gestapo ausgesetzt. Ruth, ihre Eltern sowie Erich Kleebergs Eltern mussten zunächst in ein beengtes Lager in der Ohestraße ziehen, bevor die Familie getrennt wurde und die damals achtjährige Ruth mit ihren Eltern am 25. Oktober 1941 in die Herschelstraße 31 zwangseingewiesen wurde.

Zeitzeugenschaft und Aufarbeitung

Im Zuge des Aufarbeitung der Vergangenheit dieses Ortes unterstützte Ruth Gröne den SoVD sehr umfassend. Sie stand dem Verband für zahlreiche persönliche Gespräche und Telefonate zur Verfügung. Gröne half mit ihren Erinnerungen, die Geschehnisse nachzuvollziehen und dauerhaft zu dokumentieren.

Lesen Sie hier einen Auszug aus einem Gespräch, das der SoVD im Sommer 2024 mit Ruth Gröne in der SoVD-Landesgeschäftsstelle führte. Darin schildert sie ihre Erlebnisse in der Herschelstraße 31 und die damit verbundenen Erinnerungen. Weiterführende Informationen zu Ruth Grönes Biografie können Sie in der Publikation „Sachor! Erinnere dich“ von Anja Schade lesen.

Heute ist die Herschelstraße eine laute Verkehrsstraße in der hannoverschen Innenstadt, in unmittelbarer Nähe zu einem Einkaufszentrum und zum Hauptbahnhof. 1941 muss es sich hier völlig anders angefühlt haben.

Auf der Straße passierte damals nicht viel. Es gab so gut wie keine Autos. Es gab schon eine Müllabfuhr, die war mal laut. Es gab Militärfahrzeuge, das ist ja klar, aber auch selten, denn hier war ja keine Kaserne. Was man oft hier sah, waren Polizisten, die hatten so einen Tschako auf [Anm. SoVD: ursprünglich militärische Kopfbedeckung, nach 1918 auch von der Polizei getragen]. Ich hatte immer ein bisschen Angst vor denen und mein Vater sagte immer: „Du brauchst vor den Polizisten keine Angst haben. Die sind für uns da und wenn du dich mal verläufst und nicht weißt, wie du nach Hause kommst, kannst du immer so einen Polizisten fragen, die helfen dir.“

Trotzdem hatte ich immer Angst vor denen und das ist auch geblieben. Alles, was mit Uniform zu tun hat, hat irgendwie so eine abschreckende Wirkung auf mich. Die Gewalt der Gestapo damals – die erste Erfahrung habe ich 1938 gemacht – das war ein Schock und das ist, glaube ich, hängen geblieben. Da hätte ich vielleicht mal einen Psychologen konsultieren müssen, aber wir hatten sowas gar nicht. Nach dem Krieg hat sich darum keiner gekümmert. Wenn heute jemand einen Verkehrsunfall hat – so schlimm das auch ist –, der wird psychologisch betreut. Bei uns gab es niemand. Aber ich wollte das auch nicht.

Sie lebten damals mit Ihren Eltern in der Herschelstraße 31 in einer Wohnung im 1. Stock links. Erinnern Sie sich, wie es war in diese Wohnung zu kommen und wie haben Sie sie wahrgenommen?

Als wir vorher noch in der Ohestraße wohnten, hieß es, es gibt einen Transport, aber die „Mischehen“ kommen nicht mit in den Transport, die kommen in verschiedene Wohnungen. Aus der Ohestraße rauszukommen, das muss ich sagen, da war ich sehr, sehr froh drüber. Dass meine Großeltern nicht mit uns kamen, das haben meine Eltern mir nicht gesagt. Jedenfalls sind wir in die Herschelstraße gekommen und wir kriegten dieses große Zimmer, das war mindestens dreimal so groß wie dieses hier. Das war früher bei den Klompusʼ [Anm. SoVD: Vor der Entrechtung durch die Nazis war die jüdische Familie Klompus Eigentümerin des Gebäudes.] wahrscheinlich das große Wohnzimmer mit dem Erker, mit einem großen Kachelofen darin. Das war schon fast paradiesisch, wenn man aus diesem Nichts dann in dieses Etwas kommt. Wir kamen ja aus dieser Unterkunft in der Ohestraße, wo man sich gar nicht bewegen konnte. Im Zimmer in der Herschelstraße waren wir ganz alleine. Und meine Mutter konnte hier selber was kochen und wir konnten uns auch waschen. Der Mensch ist schnell ganz unten und wenn er dann wieder bisschen Luft hat und Vergünstigungen hat, dann ist er sehr schnell wieder ganz glücklich.

Bei uns in der Wohnung [Anm. SoVD: Die Wohnung musste mit vier anderen Familien geteilt werden.] war ein Badezimmer. Klo und Badewanne waren drin. Ich kann mich noch erinnern, dass, wenn man so reinkam, links die Badewanne war, aber da hat niemand gebadet. Wir hatten gar keine Heizmaterialien, um den Ofen zu befeuern. Und da war die Toilette und auf die Toilette sind wir alle gegangen. Ich habe morgens das Töpfchen benutzt, wenn ich mal musste, oder auch mal den Eimer, wenn die anderen zur Arbeit mussten, die waren natürlich vorrangig. Also da wurde auch mal ein Toiletteneimer benutzt oder so wie ich – ich war noch ein Kind –, erstmal aufs Töpfchen. Man musste sich ja helfen. Hinter einer schmalen Tür gab es eine Speisekammer, das war recht modern.

Wie haben Sie und Ihre Familie die Kälte im Winter überstanden? Heizen war wahrscheinlich nicht möglich.

Von wegen Doppelverglasung wie heute: Im Winter hatten wir am Fenster die schönsten Ornamente! Das kennt heute keiner mehr. Meine Mutter hat eine alte Wolldecke zerschnitten und dann hat sie so Ringe oben drangenäht und an einer Stange befestigt und das wurde dann im Winter vor das Fenster gehängt. Die Decke war länger, ein bisschen von dem Stoff hing noch auf dem Fensterbrett. Und das war morgens festgefroren. Wir hatten nur dieses eine Zimmer. Und es war natürlich schwer zu beheizen, weil es so groß war.

Aber es war ein wunderschöner Kachelofen drin. Aber da braucht man natürlich jede Menge Kohle und Holz, und das hatten wir nicht. Und dann hat mein Vater einen, das nannte man einen Kanonenofen – so ein runder Ofen, der gehörte eigentlich in ein kleines Zimmer –, den hat mein Vater vor den Kachelofen gestellt und das Ofenrohr durch die Klappe von dem Kachelofen eingeführt. Der muss ja Zug haben, sonst funktioniert es nicht. Wer heute nur mit Zentralheizung umgeht, weiß das vielleicht nicht. Die wenige Kohle, die wir hatten, die haben wir dann in diesem kleinen Kanonenofen verbrannt und der wurde auch schnell heiß und hat auch dann den Kachelofen bisschen mitgewärmt. Aber es war gefährlich, weil wenn der Zug nicht funktionierte, konnte man sich über Nacht mit dem Kohlendioxid still und heimlich vergiften. Das merkt man gar nicht. Das riecht man nicht, das schmeckt man nicht. Hinten an dem Ofen war so eine Regulierung, dass das schön abzog, dass das nicht passierte.

Warmes Wasser war auch Luxus. Und damit man sich mal schön im Warmen waschen konnte, wurde dann ein Topf mit kaltem Wasser paar Stunden auf den Ofen gestellt. Also der Kanonenofen wurde ordentlich befeuert und meine Mutter wollte mich da schön waschen und ich bin mit meinem nackten Po bisschen zu nah an den Ofen gekommen. Hat richtig schön wehgetan. Auch ein paar Tage noch. Das hat so wehgetan, dass ich dann später gesagt habe: „Wenn der Krieg vorbei ist und wir den Hitler zu packen kriegen, dann setze ich den mit dem nackten Po auf so einen glühenden Ofen.“

Mehrere Familien mussten sich in der Wohnung eine Küche und ein Bad teilen. Wie war in dieser erzwungenen Wohnsituation das Verhältnis der Familien zueinander?

In der Wohnung – wir waren hier fünf Familien – war eine große Küche. Die meisten Frauen hatten sogar ihre eigenen Küchenschränke. Also standen mindestens drei, vier Küchenschränke in der Küche und es waren große Küchenschränke. Und dann standen in der Mitte mehrere Tische und mehrere Gasherde. Die meisten Frauen haben gearbeitet, es war ja Arbeitspflicht. Meine Mutter hat vormittags in der Küche Essen gemacht, und wenn die anderen nachmittags nach Hause kamen, dann ging meine Mutter nicht mehr in die Küche. „Mit vielen Frauen da gibt’s immer nur Zank und Streit“, hat sie gesagt. Es war auch so – es gab Streit. Also mit der Familie Katz war es sehr schwierig. Und da habe ich auch meinen Teil dazu beigetragen, muss ich sagen. Ich konnte die Ina nicht leiden und sie mich auch nicht und so haben wir uns angestänkert. Und die hat sich bei meinem Vater beschwert. Er hat das dann unterbunden.

Gab es auch Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft unter den hier untergebrachten Familien?

Ich kann mich erinnern, dass Frau Weinberg – sie hatte ihre Mutter in Linden wohnen –, dass ihre Mutter sie bisschen mit Lebensmitteln unterstützt hat. Und ich kann mich erinnern, dass ein wunderbarer Duft durch die Wohnung ging. „Och“, hab ich gesagt, „Frau Weinberg, die hat ja einen wunderbaren Kuchen gebacken!“ Da sagte meine Mutter: „Die hat Honigkuchen gebacken. Die hat die Zutaten bestimmt von ihrer Mutter bekommen.“ Es gab ja nichts. Jedenfalls war mir dieser Duft in der Nase. Vielleicht hat die Frau Weinberg das gemerkt, jedenfalls habe ich nachher ein Stückchen von dem Kuchen bekommen. Nur ein kleines Stückchen. Und es war auch ganz was Besonderes.

Und Herr Manne, er hatte noch eine Ziehharmonika oder ein Akkordeon, der konnte schön spielen. An und für sich durften die Juden keine Musikinstrumente haben. Das war ihnen ja verboten. Aber Herr Manne hatte eines und er hat manchmal gespielt. Und ich hatte eine Mundharmonika. Und dann wollte er mir beibringen, wie man Mundharmonika spielt. Aber ich war total unmusikalisch. Er hat es vielleicht anders empfunden. Er sagte: „Ruth, wenn wir den Krieg gewinnen oder wenn wir den Krieg überleben, dann bekommst du von mir ein Akkordeon. Und dann bring ich dir bei, wie man Akkordeon spielt.“ Mannes haben nachher ein Haushaltswarengeschäft gehabt am Küchengarten. Wir haben da viel gekauft. Ich habe heute noch einen Kuchenteller, den hab ich zur Verlobung bekommen. Alle kauften bei Mannes. Aber er hat nie mehr was von dem Akkordeon gesagt. Ich hätte ihn am liebsten daran erinnert. Aber meine Mutter sagte: „Sowas, das macht man nicht. Wenn er’s von sich aus vergessen hat, vergessen wir das auch.“

Nach einer Deportation am 15. Dezember 1942 – einige Wochen nach Ihrem Einzug in das Haus – wohnten nur noch halb so viele Menschen in der Herschelstraße 31. Haben Sie damals verstanden warum? Wie haben Ihre Eltern Ihnen das erklärt?

Dass es was ganz Schreckliches ist, das habe ich begriffen. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, wie die KZs ausgesehen haben, was man dann nach dem Krieg gehört hat, was dann publik wurde. Das hab ich mir nicht vorstellen können. Das hab ich auch nicht gewusst. Meine Eltern haben mich sehr abgeschottet. Sie müssen sich vorstellen, Sie sind mit den Großeltern zusammen und plötzlich sind sie nicht mehr da. Das war noch in der Ohestraße; wir kamen in die Herschelstraße und Oma und Opa sind noch kurzfristig nach Ahlem deportiert worden und von da aus über den Fischerbahnhof nach Riga. Und meine Mutter hat mir später erzählt, dass die Oma zu meinem Vater gesagt hat: „Bring doch das Kind“ – ich hieß immer nur „das Kind“, ich hatte gar keinen Namen –, „bring doch das Kind noch mal mit.“ Und dann hat meine Mutter mir erzählt, dass sie gesagt hat: „Nein, du kannst gerne nach Ahlem fahren, aber das Kind bleibt hier bei mir. Die nimmst du nicht noch mal mit.“ Sie hatte Angst, dass Vater mit in den Transport kommt.

Also, ich habe die Großeltern nicht wiedergesehen. Ich habe nie nach meinen Großeltern gefragt. Obwohl ich mir immer Gedanken gemacht habe, wo sie sind. Aber ich mochte nicht meine Eltern fragen. Papa hat gewusst, dass sie nach Riga kommen. Aber was dann da passiert ist, das haben wir erst nach dem Krieg gehört. Sie scheinen im Ghetto angekommen zu sein, denn es gibt Verwandte, die sollen sie dort angeblich getroffen haben. Es ist damit zu rechnen, dass sie angekommen sind in Riga und gleich in die Wälder gefahren sind mit LKWs und da erschossen wurden. Da gibt es große Massengräber in den Wäldern. Es kann aber auch sein, dass sie in dem Ghetto angekommen sind und an Krankheiten gestorben sind, verhungert sind. Jedenfalls ist keiner übergeblieben.

Hatten Ihre Eltern damals die Hoffnung, dass diese furchtbare Zeit vorübergehen würde? Oder planten sie, zur Familie Ihres Vaters nach Amerika auszuwandern?

Auswandern, das war vorbei. Wir wussten, dass das nicht geht. Das war schon in der Wissmannstraße [Anm. SoVD: Wohnung der Familie bis 1940] vorbei. Mein Vater hatte mit den Verwandten in Amerika geschrieben. Die waren ja vor 39 aus Deutschland rausgekommen, es gab ja nachher gar keine Post mehr. Das war 1941 vorbei. Dann gab es Krieg mit Amerika. Dann war jede Auswanderung und jede Postverbindung abgeschnitten. Wir wussten nichts mehr von denen.

Unsere Verbindung war noch zu der Familie meiner Mutter nach Kassel und die haben uns auch, so gut es ging, unterstützt. Die konnten uns auch nicht groß was geben. Die hatten einen Schrebergarten und dann kriegten wir um die Erntezeit, so im Juni, wenn die Johannisbeeren reif waren, dann haben sie uns einen Eimer Johannisbeeren mit der Post geschickt. Mein Onkel ist zur Bahn gegangen, hat es bei der Bahn aufgegeben und am nächsten Tag konnten wir es im Fach abholen. Das wäre heute gar nicht mehr möglich. Und meine Mutter hat dann die Johannisbeeren aufgekocht, in so ein Säckchen getan und dann hat sie einen Besen genommen, zwei Stühle, den Besen über die beiden Stühle gelegt, das Säckchen hing in der Mitte. Und über Nacht tropfte der Saft aus den Johannisbeeren in so einen Topf. Und am anderen Tag hat meine Mutter dann von diesem Saft Gelee gekocht. Das ist lecker. Das ist heute noch lecker. Das mache ich auch heute noch.

Gibt es vielleicht noch andere positive Erinnerungen und Erlebnisse aus der Zeit in der Herschelstraße, hatten Sie Freundinnen und Spielkameradinnen?

Hier in der Herschelstraße gab es zwei Mädchen, einmal Inge Lange. Der Vater hatte oft eine Uniform an. Ich weiß nicht, was er für einen Rang hatte. Aber meine Eltern sagten „Lass die Inge!“ Ich nehme an, dass meine Eltern der Ansicht waren, dass es Nazis waren. Aber hier nebenan war die Gerda Rosenbaum, das war wirklich eine gute Freundin. Gerda war die Zweitälteste von vier Kindern. Und der Jüngste, der ist 44 geboren. Mit dem Baby im Kinderwagen sind wir oft zusammen zum Nikolaifriedhof gegangen.

Einmal war ich mit der Gerda in der Wohnung bei Langes. Die hatten auch so eine Wohnung, die war ziemlich gleich mit den Wohnungen in der Herschelstraße 31. Nur die hatten diese ganze Wohnung, die Familie war ganz für sich. Das Tollste, was ich unglaublich fand, das war: Die hatten auf diesem langen und sehr hohen Flur eine Schaukel! Die konnten im Flur schaukeln. Das war für mich unglaublich. Die setzte sich da rein und konnte schaukeln. Und die hatte ein Zimmer für sich ganz alleine. Die hatte ein Kinderzimmer mit Puppen und das war wirklich eine Märchensituation. Und das habe ich dann meinen Eltern erzählt und die haben gesagt: „Wie kannst du nach Langes in die Wohnung gehen? Du weißt, dass das verboten ist. Das machst du nicht mehr.“ „Ist auch besser, wenn du nicht da hingehst“, sagte meine Mutter, „besser du siehst das alles gar nicht.“

Dann fallen mir noch Namen ein von zwei Mädchen: Die waren zwar etwas älter wie ich. Da gibt es einmal eine Asta Will und eine Ruth Jonas, die haben auch in dem „Judenhaus“ gelebt mit ihren Eltern. Die sind zwar nicht durch die NS-Regierung umgekommen; indirekt aber schon, denn die haben Zwangsarbeit geleistet und sind dann in einem Bunker durch einen Bombenangriff umgekommen. Da ist eine Sprengbombe in den Bunker eingeschlagen und die beiden sind – sie waren auch befreundet – zusammen umgekommen.

Ich habe sie beide noch gut gekannt, denn ich war oft krank hier in der Herschelstraße. Mir ist diese Aufregung auf den Magen geschlagen. Dann kamen Ruth und Asta und haben mich oft besucht. Ich war die Kleine, in dem Alter macht das viel aus, ich war immer so vier, fünf Jahre jünger. Dann hieß es: „Wir müssen Ruthchen besuchen.“ Aber als sie dann beide zusammen umgekommen sind – ich hab das bis heute nicht ganz vergessen. Ich denke oft dran, euer ganzes Leben hattet ihr noch vor euch. Und ich hab doch ein schönes Leben gehabt nach dem Krieg. Und warum habt ihr das nicht mehr gehabt?

Der Luftangriff auf Hannover in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober 1943 war verheerend, die Hälfte aller Bewohner*innen der Stadt war danach obdachlos. Wie haben Sie den Tag der Ausbombung und den Bombenalarm in der Herschelstraße erlebt?

Wir haben den nie so ernst genommen. Es gab Voralarm, das ist so ein langer Ton, und dann gab es Hauptalarm. Und das ist so ein anschwellender Ton, wie in Wellen. [Gröne imitiert den Alarm.] Ich meine, das war Herr Karle und der hatte uns allen gesagt: „Bei Voralarm steht auf, wenn ihr schon schlaft oder macht euch schonmal ein bisschen bereit. Und bei Hauptalarm gehen alle in den Keller. Da möchte ich keinen erleben, der sich da weigert.“ Aber wir waren bisschen trödelig, würde ich mal sagen. Dann gab es wieder Entwarnung und dann haben meine Eltern manchmal gesagt: „Bleibt mal noch liegen.“ Ganz ausgezogen hat man sich eigentlich nie. Aber wir sind meistens nicht gleich in den Keller gegangen. Manchmal hat’s dann bisschen gekracht oder irgendwo fielen Bomben, dann sind wir natürlich in den Keller. Das war uns vertraut – der Keller. Wir hatten da ja schon die Sache mir der Gestapo erlebt. [Anm. SoVD: Die Gestapo führte in „Judenhäusern“ unangekündigte Kontrollen durch. In der Herschelstraße 31 wurden die Bewohner im Keller willkürlich verprügelt und misshandelt.] Aber zu der Zeit als wir dann ausgebombt wurden, da waren die volljüdischen Leute schon nicht mehr da. An dem Tag, wie es so richtig ernst wurde, da haben wir auch erst so ein bisschen gezögert, aber es ging dann ganz schnell. Man hörte ja auch die Flugzeuge. Ich konnte die Engländer von den Amerikanern unterscheiden. Die hatten unterschiedlichen Motorenlärm. Und obwohl hier ein tiefer Keller ist, hörte man das trotzdem. Die sind so tief geflogen.

Als nachher die Bomben fielen, gab es erst so einen Pfeifton. Da zuckten wir schon zusammen. Wir sagten immer, wenn es kracht, ist es vorbei. Gefährlich ist dieser Pfeifton, dann sind die Bomben noch in der Luft. Das war an diesem Abend so gegen zehn vielleicht und dann ging das so gegen Mitternacht richtig los. Als die Dächer dann abgerissen waren – die Häuser waren schon offen –, sind diese Stabbrandbomben gekommen. Die Fenster waren dann kaputt, Glas war kaputt, dann haben die Häuser ganz schnell alle gebrannt. Also es wurde immer bedrohlicher. Zuerst die Explosion, die hat man natürlich im Keller gehört. Und dann hieß es: „Es brennt.“ Die Männer haben versucht, noch was aus den Wohnungen zu retten. Hauptsächlich hat man erstmal gesagt Kleidung oder Betten.

Und ich weiß, dass wir meinen Vater eine Zeit lang nicht gesehen haben und meine Mutter fragte: „Wo ist mein Mann?“ „Ja, wo ist er denn, wo ist der Kleeberg?“ Und dann sind sie nochmal hochgegangen und haben geguckt und haben ihn gefunden. Mit einer Rauchvergiftung wäre er sonst umgekommen. Er kam dann aber in den Keller und hat sich eigentlich schnell erholt. Er hat sich also wahrscheinlich nochmal ziemlich weit in die Wohnung gewagt, um noch was rauszuholen. Er sagte dann zu meiner Mutter, da erinnere ich mich genau: „Mary, es hat keinen Zweck mehr, es ist erledigt, es ist verloren. Wir können nichts mehr retten.“

Und ich hatte meine Puppe im Arm und dann kam Herr Karle oder ich weiß nicht mehr wer noch und sagte: „Ruth, du musst die Puppe hierlassen.“ Und das wollte ich natürlich nicht. Da sagte er: „Doch, das musst du einsehen, das ist Zelluloid, das brennt. Du willst doch nicht, dass sie verbrennt? Nein. Also leg sie hier“ – wir hatten da so Feldbetten –, „leg sie hier aufs Bett. Der Papa holt sie morgen früh. Wenn alles vorbei ist, holt dein Papa die Puppe wieder raus. Lass sie lieber hier, eh sie Schaden nimmt.“ Das habe ich natürlich eingesehen.

Das wurde immer dramatischer. Man kann nichts mehr herausholen. In die Wohnung zu gehen, hat keinen Zweck mehr, die Gardinen haben natürlich gebrannt und alles. Wir hatten im Keller einen Durchbruch zum Nebengebäude. Das war bekannt, auch so gemalt, so ein Kreuz drauf. Und dann haben die Männer gesagt: „Wir versuchen jetzt nach 32 durchzukommen.“ [Anm. SoVD: Gemeint ist das damals baugleiche Nebengebäude in der Herschelstraße.] Die Steine waren wieder lose in diese Öffnung eingesetzt worden, im Notfall brauchte man da nur fest gegendrücken, dann fielen die Steine raus und das haben die Männer dann gemacht. Und dann wollten wir natürlich in das Nebenhaus in dieser Richtung und die Leute dort waren natürlich erstaunt und haben dann gesagt: „Was wollt ihr hier, wir sitzen in der Falle. Wenn es bei euch nicht rausgeht, bei uns geht es auch nicht raus. Also es gibt nur eine Möglichkeit, dass wir aus dem Haupteingang rauskommen. Eine andere Möglichkeit gibt’s nicht, unser Haus brennt genauso wie eures.“

Wir sind wieder zurück, weil bei uns in der 31 standen so große Waschwannen aus Zink gefüllt mit Wasser, das war Vorschrift, das musste jeder haben. Wir hatten ja alle so Wolldecken dabei, dann haben die Männer die Wolldecken da reingetunkt in diese großen Wasserbehälter. Und mein Vater sagte zu mir: „Wir versuchen jetzt vom Keller hochzukommen, Treppe, ein Stück noch durch den Eingang“ – das war noch so ein Stück und dann kam die Eingangstür und dann kam einem schon der Feuerschein entgegen, die Hitze. „Und du läufst und läufst und läufst. Nichts weiter. Du brauchst nicht gucken.“ Der hat mir die Decke so übergestülpt, meiner Mutter auch. Wir mussten natürlich ein bisschen gucken können. Ich war natürlich neugierig. Ist ja auch nicht so angenehm, wenn Sie so eine schwere, nasse, tropfende Decke über den Kopf geschmissen kriegen. Können Sie sich das vorstellen? Ich kriegte schwer Luft darunter.

Meine Mutter kriegte die Tasche mit den Papieren in die Hand gedrückt und dann gings raus. Und dann sind alle nacheinander raus. Jeder hat für sich gesorgt. Mein Vater hat uns beide, meine Mutter und mich, geschnappt. Wir sind alle raus, ob die anderen nach rechts, nach links gelaufen sind, keine Ahnung. Mein Vater sagte: „Wir laufen jetzt zum Bäckeramtshaus, da ist ein Garten.“ Da in dem Garten waren schon mehrere Menschen. Dann haben wir eine Weile in dem Garten gesessen und da waren Bäume und dann fingen die Bäume – es war ja Herbst – an zu brennen. Und dann haben wir gesagt: „Also hier können wir nicht bleiben, also laufen wir jetzt bis zur Unterführung Celler Straße.“ Und da haben wir die Nacht verbracht, unter der Brücke. Da war der Funkenregen nicht. Sie müssen sich das vorstellen, wenn es heftig schneit und jede Schneeflocke ist ein glühender Funke. Es entsteht durch die Hitze ein ganz gewaltiger Sturm. Nicht nur so ein Wind, ein richtiger Sturm. Ein Feuersturm.

Ich hab mich da ununterbrochen übergeben müssen. Geht mir heute noch so, Aufregung schlägt mir auf den Magen. Meine Mutter hat ein bisschen geweint. Papa hat uns immerzu getröstet. Was sollten wir machen? Wir waren froh, dass wir aus dem Haus rausgekommen sind. Und alles um uns rum, die Häuser, alles brannte. Da stürzen ja auch Balken ein. Die Dächer waren ja schon durch die Sprengbomben kaputtgegangen. Waren ja alte Häuser. Und diese vielen Funken, die haben natürlich noch Feuer entfacht. Hier im Haus gab es einmal „Korb Ritter“, der verkaufte damals diese kleinen Kinderwagen. Und nebenan war „Autohaus Burgdorf“. Ein Auto hatten die sicherlich nicht im Schaufenster, aber die werden irgendwelche Ersatzteile gehabt haben, Reifen und Gummis. Aber es hatte ja noch keiner ein Privatauto gehabt. Aber die hatten vielleicht Fahrzeuge für die Stadt oder das Militär. Ich weiß es nicht. Ich kann mich an diese beiden Schaufenster erinnern. Das hat natürlich zusätzlich dem Brand noch Futter gegeben. Es wäre sowieso abgebrannt, da war nichts mehr zu retten.

Konnten Sie später noch wichtige Gegenstände oder Erinnerungsstücke aus der Herschelstraße retten?

Es war verboten, hinterher in diese Trümmer zu gehen und zu gucken, was denn noch übergeblieben ist. Plündern wurde mit dem Tode bestraft. Mein Vater kam dann und sagte zu meiner Mutter: „Weißt du Mary, ich hab das Gestell von deiner Nähmaschine gefunden.“ Aber das hat er natürlich nicht mit nach Ahlem genommen [Anm. SoVD: Ahlem war der darauffolgende feste Aufenthaltsort der Familie]. Aber was er mitgenommen hat, war ein Bratentopf. In Ahlem da haben wir diesen Topf mitgebracht und den habe ich heute noch. Im Laufe dieser vielen Jahrzehnte ist da jeder Weihnachtsbraten drin gebraten worden. Wenn ich einen guten Braten mache, dann mache ich den in diesem Topf. Aber der ist wahrscheinlich aufgeglüht und das sehen Sie dem Topf noch heute an. Der müsste eigentlich ins Museum. Weiß ich nicht, wie der das überstanden hat. Das kann ich nicht sagen. Aber ich weiß, dass war nachher der einzige Topf, den wir hatten.

Aber mein Vater hat zum Beispiel seine Briefmarkensammlung, die ihm sehr wertvoll war, zum Teil den Geschwistern nach Amerika mitgegeben und zum Teil zu meinem Onkel und meiner Tante nach Kassel. Die sind erhalten geblieben. Die habe ich dann nach dem Krieg wiederbekommen, die liegen heute im Stadtarchiv. Ich hätte sie verkaufen können, aber ich wollte das nicht. Wir haben es ja viele, viele Jahre gehabt und mein Vater hat da viel mit der Briefmarkensammlung gearbeitet und er hat auch Geld reingesteckt. Der hat sich am Wochenende oft mit beschäftigt. Das war sein Hobby. Und jetzt sollte ich das verkaufen? Nein. Und meine Mutter hat es erst aufbewahrt und als sie nicht mehr lebte, habe ich es dann aufbewahrt. Und dann hab ich gedacht, was machst du denn damit? Und dann habe ich die alten Fotos, die mein Vater noch gemacht hat – Fotoalben aus der Zeit, die haben auch in Kassel überlebt – zusammen mit der Briefmarkensammlung ins Stadtarchiv gegeben. Dort sind sie gut temperiert. Mehr kann ich nicht machen.

Nach der Ausbombung war Ihre Familie obdachlos und hat im „Judenhaus“ in Ahlem schließlich eine neue Bleibe gefunden. Wie haben Sie es geschafft, dort hinzukommen?

Wir sind zu Fuß bis nach Ahlem gegangen, haben uns durch die brennende Stadt geschlagen [Anm. SoVD: etwa 10 Kilometer nach damaligen Straßenverhältnissen]. Und auf dem Weg nach Ahlem kamen wir am Klagesmarkt vorbei. Die Deutschen sind ja im Organisieren gut. Und da war schon eine Verpflegung aufgebaut, jeder normale ausgebombte Deutsche konnte sich da einen Schlag Erbsensuppe holen und kriegte ein Stück Brot. Du musstest aber deinen Ausweis vorlegen. Bei uns hätte das zur Konsequenz gehabt: „Sind Sie Jude? Ja? Das Mädchen auch? Treten Sie mal beiseite.“ Da wäre sofort einer gekommen und hätte uns verhaftet. Meine Mutter hatte einen normalen Ausweis, sie sagte: „Wir können gehen, wir kriegen auch einen Schluck Erbsensuppe.“ Da hat mein Vater Angst gehabt, hat gesagt: „Wir nehmen die Verpflegung nicht in Anspruch. Wir gehen jetzt, so hungrig wir sind, bis nach Ahlem durch.“

„Judenhäuser“ wurden nach dem Krieg als Ghetto anerkannt und Betroffene konnten eine Entschädigung erhalten – sie mussten allerdings selbst nachweisen, dass sie dort zwangsweise lebten und auch einen Antrag stellen. Gab es für Sie und Ihre Mutter eine finanzielle Entschädigung für das erlittene Unrecht?

Wie soll ich das sagen. Wir haben wenig bekommen. Wir hatten einen Rechtsanwalt und das hat sich über Jahre hingezogen. Nicht die Nazis mussten uns was beweisen, sondern wir mussten den Nazis was beweisen. Und nachher ist ein Vergleich gemacht worden und das waren ein paar Tausend Euro. Meine Mutter konnte nicht arbeiten, die war total krank, die hatte ja zwölf Jahre diese Verfolgung mitgemacht, und mein Vater war nicht mehr da. Wir waren arme Leute. Wenn ich heute höre von Armut oder Kinderarmut, da denke ich: „Ihr wisst gar nicht, was das bedeutet.“ Heute ist dieser Begriff für mich total unangebracht. Aber es sind andere Zeiten. Dann haben wir uns damals von dem, was wir bekommen haben, das Notwendigste wieder angeschafft.

Wie blicken Sie mit all Ihren Erfahrungen auf die heute verbreiteten rechtspopulistischen Äußerungen und die hohen Zustimmungswerte für die AfD?

Damals ist Hitler ans Ruder gekommen, weil die Menschen in Armut gelebt haben oder unzufrieden waren. Und er war sozusagen der Retter in der Not. Ist das nicht heute so ähnlich? Es gibt viele Parallelen zu früher. Und wenn wir nicht aufpassen, passiert es wieder wie 33. Den Hitler hätte man verhindern können. Da waren viel die Parteien schuld. Wenn sich die Sozialdemokraten mit den Kommunisten damals hätten verständigen können, wenigstens auf dieser Ebene, dann wäre Hitler verhindert worden.

Wer auf einer Erfolgsschiene ist, wer Erfolg hat, im Kleinen wie im Großen, da schließen sich Menschen gerne an. Und wollen davon profitieren. Das ist immer so. Die AfD verspricht so viel und viele sind so unzufrieden. Das war damals auch so, Inflation und Arbeitslosigkeit und was weiß ich alles, und Hitler hat den Menschen so viel versprochen. Er hat das zum Teil auch gehalten. Und ich glaube, dass die AfD das zum Teil auch halten würde, alleine um zu sagen, seht ihr, wir haben es euch nicht umsonst versprochen. Und dann wird die Macht immer größer, aber nachher kommt dann das große Halleluja. Nachher machen die die Schlinge zu.

Sie sind sehr aktiv und engagieren sich gegen das Vergessen, besuchen oft Schulklassen und erzählen von Ihren Erlebnissen. Warum ist Erinnern wichtig für die Generationen heute und auch für die künftigen Generationen?

Ich finde den Satz gut, der ist nicht von mir: „So lange man sich noch an jemanden erinnert, so lange ist er auch noch nicht wirklich tot.“ Und ich denke, dass wir alle so ein bisschen den Wunsch haben, wenn wir gestorben sind und beerdigt und wir gehen nach Hause nach der Beerdigung, wir wollen doch irgendwie noch in Erinnerung bleiben. Wir hoffen, dass ab und zu nochmal jemand über uns spricht, ob gut oder schlecht, vielleicht zum Geburtstag oder zu irgendwelchen Anlässen oder durch Fotos, da fallen einem irgendwelche Sachen ein, die man zusammen erlebt hat. Und dann lebt auch der Tote wieder ein bisschen auf. Das ganze Leben hat doch keinen Sinn, wenn nach unserem Tod sich niemand mehr an uns erinnert. Wofür haben wir dann gelebt? Dann ist doch alles vorbei, was wir getan und gemacht haben.

Wie sehr empfinden Sie die Herschelstraße 31 als Teil Ihres Lebens und was bedeutet Ihnen das Gedenken an das ehemalige „Judenhaus“ und seine Bewohner*innen?

Die Herschelstraße hat im weitesten Sinne mit mir zu tun. Ich war eine der Bewohnerinnen. Nicht mehr und nicht weniger. Dass ich mich für das Gedenken eingesetzt habe, ist was anderes. Ich hatte ja auch das Glück zu überleben. Aber ich will nicht irgendwie besonders hervorgehoben werden. Ich erzähle davon, es gab dieses Haus und da ist Folgendes passiert. Ich freue mich so, dass das hier mit dem Gedenken in der Herschelstraße was wird. [Anm. SoVD: Der SoVD hat u.a. zusammen mit der Landeshauptstadt Hannover eine Gedenkveranstaltung organisiert und eine Gedenktafel an die Fassade seiner Landesgeschäftsstelle anbringen lassen, um die Geschehnisse aufzuarbeiten und an die Bewohner*innen des ehemaligen „Judenhauses“ zu erinnern.]

Ich brauche natürlich immer Leute, die mir dabei helfen. Ich kann zwar den Anstups geben, aber ich kann es ja nicht alleine machen. Aber ich kann darauf aufmerksam machen und immer so ein bisschen dahinter sein, dass es was wird. Und dass das jetzt hier in der Herschelstraße was wird, ist ganz großartig. Für mich jedenfalls. Ich hoffe auch für die anderen.


Wir danken Ruth Gröne herzlich für das offene Gespräch und ihr Einverständnis, dieses hier zu veröffentlichen.