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Landesweites Bündnis will gesellschaftliche Fundamente stärkenHände weg vom freien Sonntag!

Die Allianz für den freien Sonntag in Niedersachsen, in der sich auch der SoVD engagiert, fordert in einem offenen Brief an die Landespolitik den Erhalt von grundlegenden Standards auch während der Bewältigung der Corona-Krise und lehnt sonntägliche Ladenöffnungen entschieden ab.

Die Allianz für den freien Sonntag in Niedersachsen hat angesichts der aktuellen Diskussion über erweiterte Ladenöffnungen an Sonntagen einen offenen Brief an Ministerpräsident Stephan Weil, Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und die Mitglieder des Niedersächsischen Landtags verschickt. Darin fordert das breite Bündnis, zu dem auch der SoVD in Niedersachsen gehört, zu einem weitergehenden gesellschaftlichen Diskurs über Schlussfolgerungen aus der Corona-Krise auf. Die Allianz weist auf die elementare Bedeutung des Schutzes von grundlegenden Standards unserer Arbeitswelt auch während der Krisenbewältigung hin und lehnt Ladenöffnungen am Sonntag entschieden ab.

„Wir brauchen heute und in Zukunft gesellschaftliche Ankerpunkte zur Entspannung und Besinnlichkeit“, heißt es in dem Schreiben. „Der arbeitsfreie Sonntag ist nicht zuletzt deshalb grundgesetzlich geschützt, weil er genau eine solche Funktion erfüllt.“ Auch in einer künftig veränderten Gesellschaft werde der Sonntag seine wesentliche Bedeutung behalten oder auch neu und anders entdeckt werden. Unter dem Deckmantel einer Corona-Maßnahme dürfe deshalb nicht die Hand an den arbeitsfreien Sonntag gelegt werden.

Frederick Heidenreich, Sprecher der Allianz, unterstreicht: „Die Corona-Pandemie versetzt viele Menschen in Unruhe, in Ängste und in Nöte. Wir müssen uns dafür starkmachen, dass unsere gesellschaftlichen Fundamente sichtbar erhalten bleiben. Der arbeitsfreie Sonntag muss vor diesem Hintergrund ein wichtiges Stück Normalität bleiben. Erweiterte Ladenöffnungen am Sonntag helfen in der Krise nicht, schaden dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, gehen voll zu Lasten der Beschäftigten und sind deshalb abzulehnen.“