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Unterstützung für Beschäftigte im GesundheitswesenBerufskrankheit Corona: Unfallversicherung übernimmt Kosten

Corona kann von der gesetzlichen Unfallversicherung jetzt als Berufskrankheit anerkannt wer-den. Wenn die Voraussetzungen einer Anerkennung erfüllt werden, trägt sie die Kosten für die Rehabilitation und zahlt Rente im Falle dauerhafter Schädigungen durch eine COVID-19-Erkrankung sowie Hinterbliebenenrente im Todesfall – das gilt auch für ehrenamtlich Tätige in dem Bereich. Bei Fragen helfen die Beraterinnen und Berater des SoVD weiter.

Eine COVID-19-Erkrankung als Berufskrankheit anerkennen lassen: Das betrifft insbesondere Menschen, die in ambulanten medizinischen und stationären Einrichtungen oder Laboratorien arbeiten. „Im Wesentlichen müssen drei Bedingungen erfüllt sein: Der berufliche Kontakt zu einem Corona-Infizierten, das Auftreten von Symptomen, wie zum Beispiel Husten oder Verlust des Geschmackssinns, sowie ein Corona-positiver PCR-Test“, erläutert Katharina Lorenz aus dem SoVD-Beratungszentrum in Hannover. 

Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion und damit auf eine Berufskrankheit, sollten in Gesund-heitsberufen Beschäftigte den behandelnden Arzt darauf hinweisen. Ärzte und auch Arbeitgeber sind verpflichtet, einen solchen Verdacht der gesetzlichen Unfallversicherung zu gemeldet.

Die gesetzliche Unfallversicherung trägt im Falle einer anerkannten Berufskrankheit die Kosten der Behandlung sowie die der Rehabilitation. Sollte durch die Infektion eine Minderung der Erwerbsfähigkeit auftreten, zahlt die Unfallversicherung auch die Rente. Stirbt ein Infizierter, kann Hinterbliebenenrente gezahlt werden.

Die Beraterinnen und Berater des SoVD in Niedersachsen beantworten weitere Fragen zum Thema „Corona als Berufskrankheit“ und bieten eine individuelle Beratung hierzu. Hier finden Sie ein Beratungszentrum in Ihrer Nähe. Der SoVD ist auch telefonisch unter 0511 65610721 erreichbar.